Mt 10,24: Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn.
Mt 10,25 : Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn. Wenn man schon den Herrn des Hauses Beelzebul nennt, dann erst recht seine Hausgenossen.
Quelle: Deutsche Version von Matthäus http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/mt10.html
Das Zitat stammt aus dem Evangelium nach Matthias, Kapitel.10, 24/25.

Meiner Ansicht nach, ist dieser heilige Text eindeutig und bietet keine weiteren Interpretationsmöglichkeiten. Die Wahrheit kann mehrere Seiten haben, gleich einem Diamanten, aber auch einen einzigen Körper, der eine einzige Richtung kennt, die Richtung des Guten. Ich erwähne dieses Zitat aus dem Evangelium, um meine Position als Künstlerin und meine Perspektive, mich der Kunst der Ikone und insbesondere der Glasikone zu widmen, auszuführen.
Heute gibt es einen Geist, der mehr denn je viele „Lehrer “heimsucht, die die Entfremdung von den ursprünglichen Vorbildern predigen. Der Lehrling, der heute das Werk seiner Lehrer studieren sollte, unternimmt allerlei unnötige Bemühungen, um originell zu werden, um sich selbst auszudrücken, um einen persönlichen Stil zu entwickeln.
Persönlich finde ich nicht Schlimmes daran, wenn man seinen eigenen Weg als Künstler findet, aber gleichermaßen finde auch nichts Schlimmes daran, wenn der eigene Weg dem des Lehrers gleichkommt.
Nach Gratulationen und Lobworten wurde ich nicht nur einmal gefragt, warum ich denn nicht versuche, meine persönliche Perspektive über die Kunst Ausdruck zu verleihen.
Oder nicht zu fühlen, wie gut eine siebenbürgische Tasse ("canceu"), eine Blechtasse für Wasser ("ghium") aus Dobrudja, ein Holzmuster in dem der Käse gepresst wird ("papusar") aus Vrancea, oder ein Hemd aus der nordrumänischen Maramuresch zusammen passen. Durch meine Kunst versuche ich ständig, diesen Geist der Schönheit für die anderen zu bewahren. Ich will, dass diese Freude, ein Phänomen zu verstehen, von möglichst vielen Menschen wahrgenommen wird.